FCOPZ Gameserver im Eigenbau

Ich hatte folgende Hardwarekomponenten verbaut:

  • Intel Pentium 4 CPU 2,8 GHz (Prescott - 800 MHz FSB - 1 MB L2 Cache)
  • 1 GB Infineon Ram (PC 400 im Dual Channel Modus - 2 mal 512 MB)
  • 60 GB Wetern Digital Festplatte SATA (7200 UPM)
  • Asus P4P800-VM Motherboard (Intel 865 G Chipsatz - VGA Onboard)
  • 3,5 " FDD (NoName)
  • CD Rom (NoName)
  • 19 " Servergehäuse 2 HE ( 2 Höheneinheiten im 19 Zoll Rack - 3 zusätzliche Lüfter )
  • 300 Watt Netzteil (NoName)


Folgende Software zur Verwaltung kam zum Einsatz:

  • Als Betriebssystem "Windows 2000 Professional"
  • Zur Verwaltung "PC Anywhere" in Kombination mit "VNC"


Vorab einen riesen "Sorry", für die miesen Bilder. Damals hatte ich keine wirklich gute Digitalkamera und habe das wirklich mit einer übelst schlechten und billigen Kamera fotografiert. Im Jahre 2004 gab es noch nicht so gute, erschwingliche Geräte.

Der Aufbau begann mit dem Gehäuse. Da es sich hier nicht um ein normales PC Gehäuse handelte, wird es ein wenig ausführlicher dargestellt.



Das war unser Gehäuse. 2 HE Einheiten groß. Das heißt, das es in einem 19 Zoll Serverschrank 2 Höheneinheiten (simpel ausgedrückt: 2 Schubladenhöhen in einem Schrank) belegt. Wie hoch das hier ist, könnt ihr anhand der Zigarettenschachtel sehen.



Hier zu sehen, das Gehäuse in der Frontansicht, mit geöffneter (abschließbaren) Frontblende.



Der geöffnete Zustand. Dort mußte ich die Komponenen rein prügeln.



Wunderschön zu sehen, unsere extra 3 Gehäuselüfter. Mittig 2, und im Vordergrund (also Rückseite) der dritte Lüfter. Damit es das "Baby" immer schön kühl hat.



Soviel also zum nackten Gehäuse. Dann ging es los mit den Bastelarbeiten. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, daß nur lizenzierte, bzw. original Software zum Einsatz kam! Das fängt beim Betriebssystem an, bis zu Fernsteuerungssoftware und dem FTP Server.



Hier noch einmal alle verbauten Komponenten in der Übersicht, samt Software. Und los ging es...



Das Board hatte ich hier schon nackt (unbestückt) "reingefrimelt". In der Regel mache ich es so, daß ich den Prozessor mit Lüfter schon vorher montiere, aber aus Platzgründen war mir das hier nicht möglich. Wie ihr sehen könnt, handelt es sich um ein "Micro ATX Board", also eine verkleinerte Version mit weniger Steckplätzen, die wir aber am Server eh nicht brauchen.



Nun gut, das Board hatte seinen Platz gefunden und ist nun richtig befestigt.



Hier hatte ich gerade die CPU im Sockel postiert. Dies ist der bequeme Teil. Der unangenehme folgt jetzt...



...und das wäre der Lüfter, der auf der vormontierten Halterung befestigt werden muß. An der Seite störte ein Blech (ein Festplattenkäfig, wo mal die selbige rein kommt), welches ich einfach weggenommen hatte. Aber das Teil hat sich echt gewehrt, der mochte nicht so wie ich. Aber ich habe ihn gekriegt!



Und da ist er auch schon ausgebaut, der Käfig. Der Kühler von der CPU liegt jetzt relativ frei, und ich hatte Platz. Im Käfig auch schon zu sehen, die eingebaute S-ATA Platte. Das komplette Teil kommt dann wieder linksseitig rein.



Puh, geschafft. Den Speicher eben noch reingeprügelt und damit waren die wichtigsten Sachen erledigt. Es war Zeit für einen Testlauf.



Willkommen in meinem damaligen "Nerd-Zimmer". Den Server hatte ich erstmal offen unter meinen Schreibtisch geworfen und alles angeschlossen.



Jop, das sah doch schonmal gut aus, der Bootscreen.



Erstmal ab ins Bios, und alles ordentlich eingestellt.



Hui, da ist ja schon das Windows 2000 Setup. Scheint, als hätte ich es richtig gemacht.



Na also, der Server lief. Nun ging es an die zeitaufwändigste Sache. Installation, Konfiguration von Software die wir benötigten.



Als erstes bringt man natürlich das Betriebssystem auf den neusten Stand. Da ich den Server eh an meinem Router hängen hatte, zog ich mal das Servicepack von meinem Rechner und den Rest machte ich grad Online, über den MS Update Service. Dann kam ein wenig Monitoring Software auf den Server, damit ich auch von zu Hause checken konnte, ob unser "Moped" mal Fieber hat. Danach wurden "schwachsinnige" Dienste deaktiviert und die Software für die Fernwartung installiert (PC Anywhere 11.0 und der VNC Server).



Als nächstes wurde der Server sicher gemacht.



Ich kümmerte mich nochmal darum, daß es niemand leicht hat, den Server zu knacken. Dazu machte ich mir spezielle Sicherheit-Features von Windows 2000 zu nutze. Unter anderem nutze ich dazu folgende Sicherheitsrichtlinien:

  • Vor der Anmeldung muß STRG-ALT-ENTF gedrückt werden
  • Bevor die Loginmaske erscheint, kommt ein Zusatzfenster hoch, das erstmal weggeklickt werden muß
  • Sicherheitsrichtlinie aktiviert, die auch den zuletzt angemeldeten Username aus dem LOGIN Feld entfernt
  • Erfolgreiche und Fehlgeschlagene Anmeldeversuche werden überwacht und protokoliert (siehe Bild oben)
  • Nach 3 maliger falschen Eingabe von Username oder Passwort, wird der Account erstmal für eine halbe Stunde deaktiviert





Hier auf diesem letzten Bild ist der Server bereits fertig und im Testbetrieb. Damals noch zu Hause in meiner Wohnung. Wenig später wurde dieser in ein Rechenzentrum nach Frankfurt verschickt und von einem "Housing Provider" in einem angemieteten Server-Rack verbaut.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, daß unter seinen besten Zeiten folgende Gameserver und Applikationen liefen, parallel wohlgemerkt:


  • 64er Joint Operations Gameserver
  • 32er Armed Aussault Server
  • 32er Cod4 ModernWarfare Gameserver
  • 128er TS2 Server
  • FTP Server
  • Und diverse Stats Tools